SCD 1_2010

3. Jahrgang 1/10 – Swiss Dental Community 39 PRODUKTREPORT Abb. 2 Optoelektronische Abfor- mung mit Cerec AC. Bildschirmdar- stellung nach der intraoralen Aufnah- mesequenz mit der Bluecam Abb. 4 Virtuelles Situationsmodell und Gegenbiss aus lingualer Sicht Abb. 3 Berechnung des virtuellen Modells Abb. 5 Festlegen der Präparationsgrenzen Die Bilddaten wandelt der Rechner in ein virtuelles Modell um (Abb. 2 und 3). Der Zahnarzt kann die Qualität seiner Prä- paration (unter mehr als dreissigfacher Vergrösserung) beur- teilen und bei Bedarf sofort korrigieren. Am Bildschirm sind die Präparationsgrenzen genau erkennbar und für den Be- handler korrekt nachzuzeichnen (Abb.5). Wahlweise kann er dies auch dem Zahntechniker überlassen. Im Anschluss wer- den am Bildschirm das Auftragsformular ausgefüllt (Abb. 6) und die Daten zur weiteren Verarbeitung über die webbasier- te Kommunikationsplattform Cerec Connect an das Dentalla- bor gesendet. Das Volumen der Datensätze ist so gering, dass die Übermittlung mit den heute üblichen Datenleitun- gen keine Probleme bereitet. Anders als bei der Chairside- Fertigung muss der Zahnarzt die Restauration nicht selbst konstruieren und ausarbeiten. Die Herstellung erfolgt im Dentallabor. Der Zahnarzt spart sich die Investition in eine Schleifeinheit und kann trotz des CAD-Verfahrens bei seinem gewohnten Arbeitsablauf bleiben. Der Zahntechniker wurde per Mail darüber informiert, dass er einen Auftrag erhalten hat. Die Daten des virtuellen Modells konnten direkt vom Connect-Portal heruntergeladen und mit der inLab-Software weiter verarbeitet werden. Dieses Verfah- ren spart Zeit. Der Zahntechniker beginnt sofort mit der Arbeit; sämtliche bisherigen Schritte zur Arbeitsvorbereitung – wie Abholung der Abformung, Gipsmodell herstellen,Trimmen von Zahnkranz und Sockel, Freilegen der Präparationsränder, Sepa- rieren der Sägeschnitte, Aufwachsen des Gerüsts, Einbetten und Giessen – entfallen. Der Zahntechniker bestellt das für ke- ramische Verblendungen notwendige Modell über Cerec Con- nect bei Sirona. Mittels Stereolithografieanlage (SLA), einer Technologie zur digitalen Fertigung von Kunststoffmodellen, wird das Modell aus einem speziellen Acrylkunststoff herge- stellt. Die Sägeschnitte werden hierbei berücksichtigt. Nach maximal drei Tagen erfolgt die Auslieferung eines auf Sockel- platte gepinnten Modells. In der Zwischenzeit konstruierte der Zahntechniker das Brü- ckengerüst auf den festgelegten Präparationsgrenzen (Abb. 7) und schliff es in der inLab MC XL-Schleifmaschine aus dem Keramikblock. Alle dafür erforderlichen Informationen waren auf dem digitalen Auftragszettel vermerkt: Das dreigliedrige Brückengerüst wurde im Reduktionsmodus aus einer hochfes- ten Oxidkeramik hergestellt. Das Gerüst musste anatomisch reduziert (mit Höckerunterstützung zur dünnschichtigen Ver- blendung) gestaltet werden. Als Werkstoff entschieden wir uns für In-Ceram Zirconia, da die Festigkeit für diese Brü- ckenspanne klinisch ausreichend ist. Der Vorteil ist, dass die Gerüstaufpassung im Grünzustand direkt nach dem Aus- schleifen vorgenommen werden kann und keine Dimensions- schrumpfung beim Ofensintern eintritt. Das sichert den ge- nauen Randschluss. Abb. 7 Konstruktion der Brückenglieder und Konnektoren Abb. 6 Beschreibung der auszuführenden Arbeit

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