In der heutigen Zeit werden Rekonstruktionen immer häufiger maschinell angefertigt. Die CAD/CAMTechnologie hat sich in der Zahnheilkunde, vor allem für die Verarbeitung von Zirkoniumdioxid etabliert. Mittlerweile werden industriell polymerisierte „Hochleistungskunststoffe“ als CAD/CAM-Rohlinge angeboten. Daher können Provisorien nicht mehr länger nur nach den konventionellen Techniken, sondern auch maschinell hergestellt werden. Durch die industrielle Polymerisation unter hohem Druck, können die mechanischen Eigenschaften der Kunststoffe verbessert und optimiert werden. Auch die Ästhetik der CAD/CAM-gefertigten Provisorien ist mit der der manuell hergestellten Kunststoffprovisorien vergleichbar.
3. Jahrgang 1/10 – Swiss Dental Community 59 INTERDISZIPLINÄR rende Kunststoffe, die im Mund des Patienten innerhalb von wenigen Minuten bei Körpertemperatur aushärten. In Fällen wie diesen kommen der Patient sowie der Zahnarzt mit dem noch nicht polymerisierten Monomer in Berührung das zu Al- lergien führen kann. Nach der vollendeten Polymerisation wurde das Provisorium aus dem Mund des Patienten entfernt (Abb. 4), leicht vom Zahnarzt bearbeitet (Abb. 5), poliert (Abb. 6) und anschliessend im Mund des Patienten proviso- risch befestigt (Abb. 7). Die Herstellung eines Direktprovisori- ums ist sehr einfach und schnell abgeschlossen. Ein Nachteil dieser Provisorien ist der, dass durch die Verwendung einer monochromen Kunststoffmasse, das Ergebnis farblich sehr eintönig ist und dem natürlichen Schichtaufbau der Zähne nicht Rechnung trägt. In diesem Fall wurde bei der Präparati- on von Zahn 21 wenig Zahnsubstanz entfernt. Deshalb ist die Schichtstärke des Direktprovisoriums an dieser Stelle eben- falls so dünn ausgefallen, dass der verfärbte Stumpf leicht durchschimmert (s.Abb. 7). Abb. 4 und 5 Direktprovisorium nach dem Aushärten – vor und nach dem Aus- arbeiten Abb. 6 Das auspolierte Direktproviso- rium, bereit zum Einsetzen Abb. 3 Der autopolymerisieren- de Kunststoff wird für das Direktprovisorium in die Silikonabformung der ursprünglichen Si- tuation gespritzt Abb. 7 a und b Direktprovisorium nach dem Inkorporieren im Patientenmund. Die ursprüngliche Zahnform der Provisorien wurde vom Behandler noch etwas modifiziert Abb. 1 Ausgangsmundsituation des Patienten Abb. 2 Mundsituation nach Präparation der Stümpfe
